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AWO Kreisverband Köln e. V. | Rubensstraße 7-13, 50676 Köln | Telefon: 0221 20 40 7-0 | E-Mail:

+++ Lichtblicke in Corona-Krisenzeiten +++

Liebe Angehörige, liebe Besucher*innen

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen und Interessierten Kölnern gerne kleine Einblicke in unseren Alltag im Seniorenzentrum und in die kleinen Momente geben, die in Krisenzeiten so viel mehr an Bedeutung gewinnen.

Wir wissen, wie schmerzlich Familie, Freunde und Zugehörige vermisst werden in Zeiten, in denen wir das Haus zum Schutz aller Bewohner*innen nach außen hin abschotten müssen.

Es gibt auch viele Lichtblicke...

„Pasteis de Nata und Eis vom Lädchen um die Ecke für die gute Laune“ – 27. März 2020

Die Hilfsbereitschaft die uns und vielleicht auch Ihnen momentan entgegenschlägt ist großartig. Mit viel Kreativität werden plötzlich neue Wege gefunden, um sich mit gebührendem Abstand gegenseitig zu unterstützen und weiterhin soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Da werden per Skype-Call Angehörige in den Wohnbereich geschaltet, die private Doppelkopf-Runde mit Freunden ins Internet verlegt und Telefonseelsorge aus der selbstgewählten Quarantäne heraus angeboten. Nachbarn hängen Zettel in die Hausflure und bieten an einzukaufen, Privatleute,  Hilfsorganisationen und städtische Einrichtungen stampfen innerhalb kürzester Zeit Unterstützungsangebote für die Risikogruppen aus dem Boden. Nur einige der vielen Beispiele.

Und auch wir werden nicht vergessen und sorgen neben aller Zusatzarbeit füreinander. Eine Kollegin spendiert Eis von der kleinen Gelateria um die Ecke, welche sicher auch gerade um die Existenz kämpft. Die Schwester einer Kollegin arbeitet gerade von zu Hause aus und fragte was sie tun könne, um uns eine Freude zu bereiten. Herausgekommen sind unglaublich leckere „Pasteis de Nata“, kleine portugiesische Puddingtörtchen.

Von den 50 Stück, die sie für uns gebacken hat, waren fast alle nach einer halben Stunde bereits verputzt. Heute hat es also ein winziges Törtchen geschafft, uns ein kleines Lächeln und ein paar Krümel ins Gesicht zu zaubern. Wir möchten ganz herzlich Danke sagen!

„Die Sonne genießen im Sinnesgarten – das geht immer“ – 26. März 2020

Die vielen Einschränkungen unseres täglichen Lebens machen vor dem Seniorenzentrum keinen Halt. Im Gegenteil, täglich gibt es neue Herausforderungen: Die Anordnungen der Stadt oder Ämter müssen vom Krisenstab des Hauses in sinnvolle Maßnahmen umgesetzt und Notfallpläne ausgearbeitet werden. Davon sind alle Abteilungen betroffen und sie gehen auch an keinem Bewohner und Mitarbeiter spurlos vorbei. Alle ehrenamtlichen Unterstützer mussten das Haus bereits vor zwei Wochen verlassen, Besucherregelungen wurden massiv beschränkt und seit den Ereignissen in Würzburg, bei denen das Virus in einer Pflegeinrichtung ausbrach, wurden verständlicherweise die Schutzmaßnahmen für alle Pflegeeinrichtungen von den Behörden noch einmal verschärft. All das wird nun von den Mitarbeitern des Hauses aufgefangen.

Aber wer jetzt denkt, dass Bewohnerinnen und Bewohner ihre Tage nur noch in den eignen vier Wänden verbringen müssen, täuscht sich. Jeden Tag gehen die Senior*innen im schön angelegten Sinnesgarten spazieren.

Diese kleine grüne Oase mitten in Ehrenfeld, ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Bereiche des Hauses geworden. Hier kann man geschützt in einer herrlichen Gartenanlage schlendern und die ersten Frühlingsblumen und Triebe bewundern, oder den Duft der Kräuter genießen. Aber vor allem tut die frische Luft und das „Sonne tanken“ jedem gut. „Das ist wichtig für Körper und Gemüt und hält alle bei Laune. Wir merken, dass sich so auch der Stress ein wenig abbaut und die Unsicherheit, die manche aktuell befällt ein wenig nachlässt. “ betont Michael D., Mitarbeiter der Tagesgestaltung, der unermüdlich jeden Tag mit den Bewohner*innen, die sich nicht mehr selbstständig in den Garten bewegen können, seine Runden dreht.

Auch in Zeiten des Kontaktverbotes und der Ausgehbeschränkungen – die Sonne im Sinnesgarten genießen- das geht immer!

„Wir rücken zusammen, mit ganz viel Abstand.“ – 25. März 2020

Trotz Corona -  es gibt auch viele Lichtblicke. So ist zum Beispiel die Initiative, im Empfangsbereich Stellwände aufzustellen an die Mitarbeiter kleine Zettel anbringen können, um ihren Unmut aber auch das Positive in Zeiten der Corona-Krise kundzutun, auf große Resonanz gestoßen.

Und wer hätte das gedacht? Unsere Mitarbeiter sind unverbesserliche Optimisten und finden trotz aller Einschränkungen und Belastungen mehr Positives in der aktuellen Situation.

„Die Krisensituation schweißt alle schon jetzt stärker zusammen.“ steht dort zu lesen, oder die Freude über Klatschen, Balkonkonzerte und –gesänge, die jeden Abend um 21:00 Uhr in vielen Straßen der Stadt stattfinden.

Der Respekt gegenüber Kolleginnen oder Kollegen, die nach Dienstschluss bleiben, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam zu kochen und zu backen, wird zum Ausdruck gebracht, genauso wie die Tatsache, dass sich so viele Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft derzeit engagieren.

Überall schwingt mit, dass der Zusammenhalt enorm wichtig ist und es nur gemeinsam zu schaffen ist - und das wird auch im Theo-Burauen-Haus in Ehrenfeld, wie in vielen anderen Bereichen, aktuell gelebt.