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Aktivierung von Familienpotentialen: Sozialcoach bietet Familienunterstützung und Arbeitsmarktvermittlung aus einer Hand

Olaf Wagner Familienpotentialen

Stefan Kersjes, stellvertretender Geschäftsführer der AWO Köln und Olaf Wagner, Geschäftsführer Jobcenter Köln

Um langzeitarbeitslose Menschen, mit besonders schwierigen familiären Hintergründen, besser und langfristiger in Arbeit zu bringen, bietet das Jobcenter Köln intensive Unterstützung und Vermittlung aus einer Hand. Bei dem Projekt „Sozial-Coach zur Aktivierung von Familienpotentialen“, angeboten durch die AWO Köln und die Stiftung Leuchtfeuer, im Auftrag des Jobcenter, steht die soziale Integration ganzer Familien im Vordergrund.

 

Das Besondere bei dem Projekt „Aktivierung von Familienpotentialen“ sind die Menschen in großen Familien, denen es helfen soll. Es sind Menschen, die trotz intensiver Vermittlungsbemühungen und vorausgesetzter Vermittlungsfähigkeit bisher nicht ausreichend aktiviert werden konnten. Das Jobcenter wählt ein oder mehrere Familienmitglieder großer Bedarfsgemeinschaften aus, die in der Regel SGB II Empfänger sind. Darunter auch solche, die sich teilweise der Betreuung durch das Jobcenter entzogen haben. Zum Beispiel durch mangelnde Mitwirkung oder Kontaktabbrüche.

 

Diese Fälle weisen häufig besonders ausgeprägte Persönlichkeits-und Verhaltensmerkmale auf, die eine Vermittlung erschweren oder verhindern. Hier setzt die individuelle Betreuung durch den Sozialcoach an. Besonders im Blickpunkt war die intensive Unterstützung der Jugendlichen und jungen erwachsenen Familienmitglieder im Übergang zwischen Schule und Beruf.

„Gerade Familien mit langzeitarbeitslosen Eltern oder Elternteilen haben häufig mehrere Probleme und benötigen ein sehr individuelles Familien-Coaching und eine passgenaue Arbeitsplatzakquise“, sagt Olaf Wagner, Geschäftsführer des Jobcenters Köln.

 

Mit dem Sozialcoach werden gemeinsam und schrittweise persönliche Themen wie zum Beispiel Schulden, gesundheitliche Probleme oder fehlende Kinderbetreuung gelöst. „Erst dadurch

erhalten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Impulse und Motivation für das Familienleben und die Jobsuche“, sagt Stefan Kersjes, stellvertretender Geschäftsführer der AWO Köln. Er ist überzeugt: „Die persönliche Vertrauensbasis zwischen Coach und Kunde ist maßgeblich für unsere erfolgreiche Arbeit.“ Seit Beginn des Projektes am 01. Januar 2013 konnten 157 Teilnehmende und ihre Familien betreut werden.

 

Ziel des Projekts ist es darüber hinaus zu verhindern, dass die Armut in dieser Zielgruppe in Chancenlosigkeit mündet. „Um den betroffenen Familien Perspektiven der sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen, werden im Projekt Familienunterstützung und Arbeitsmarktintegration aus „einer Hand“ angeboten.“, erläutert die Projektleiterin Monika Wirtensohn von der AWO Köln.

 

Dies gelingt durch intensive und nachhaltige Betreuung, bedarfsgerechte Erschließung weiterer Hilfen im Sozialraum, psychosoziale Stabilisierung der Familien, sowie Verbesserung der schulischen und beruflichen Ausbildung. „Am Ende eines jeden Weges steht Qualifizierung und die Vermittlung in den Arbeitsmarkt“, so Olaf Wagner Geschäftsführer des Jobcenter Köln. „Doch hier gelingt es darüber hinaus auch die sozialen Probleme in den Familien anzupacken.“