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Präventionsprojekt "klarkommen!" schafft Sicherheit und fördert Integration - Innenminister Jäger: Gezielte Hilfe für Jugendliche in Köln

Klarkommen

Von links nach rechts: Mamoudou Barry (Bikup), Bernd Langhorst (AWO Köln), Ralf Jäger (NRW Innenminister), Heidemarie Wiehler (Polizei Köln), Guido Kahlen (Stadtdirektor Köln), Varinia Moralis (bikup), Ruppert Franz (AWO Köln), Nazih Hamdan (AWO Köln), Wolfgang Baldes (Polizei Köln), Yunus Lefqih (AWO Köln), Wolfgang Albers (Polizeipräsident Köln)

Mehr Hilfe und mehr Integration – das sind die Eckpfeiler des Präventionsprojektes, das Innenminister Ralf Jäger am 22.09.2014 in Köln gestartet hat. Die NRW-Initiative trägt den Titel „klarkommen!“ und wendet sich vor allem an junge nordafrikanische Flüchtlinge, die ohne Familie in Deutschland angekommen sind.

Einige von ihnen sind der Polizei durch Taschendiebstähle und Trickbetrügereien aufgefallen. Sie haben in den zurückliegenden Wochen als sogenannte „Antänzer“ für Schlagzeilen gesorgt. Sie lenken Passanten geschickt ab und bestehlen sie. „Wir wollen diese Jugendlichen vor einem weiteren Abrutschen in die Kriminalität bewahren und helfen ihnen deshalb, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren“, verspricht Innenminister Jäger.  

In Köln gestalten Polizei und Stadt gemeinsam das vom Innenministerium finanzierte Projekt aus. Für „klarkommen!“ stehen in Köln zwei kompetente Partner zur Seite: Das sind die AWO Köln und Bikup - die Internationale Gesellschaft für Bildung, Kultur und Partizipation.

Die Initiative „klarkommen!“ begegnet dem Kölner Problem, dass Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund vermehrt Straftaten begehen. „Die Taten verunsichern die Menschen und sorgen für Misstrauen gegenüber allen Zuwanderern. Deshalb handeln wir“, sagte Jäger. Für ihn steht fest: „Zuwanderung ist Teil eines offenen Europas und bietet viele Chancen. Wir profitieren von der kulturellen Vielfalt. Und gerade Köln ist eine weltoffene Stadt.“

Die in Köln eingesetzten Sozialarbeiter sind mit den kulturellen Sitten und Gebräuchen der betroffenen Kinder und Jugendlichen vertraut. „Sie überwinden Barrieren und schaffen Vertrauen“, erklärte Jäger. Die Jugendlichen erhalten gezielte Sprachförderung, werden in ihrem Schulalltag unterstützt und ihr Tagesablauf erhält eine geregelte Struktur. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen mit den Normen und Werte der Gesellschaft zu handeln. Wie beispielsweise Malik. Der heute 16-Jährige kam vor einem Jahr aus Marokko nach Köln. Ganz alleine. Malik beherrscht kaum die deutsche Sprache. Von der Polizei wurde er mehrfach bei Diebstählen und Trickbetrügereien aufgegriffen. Mit „klarkommen!“ soll er sich integrieren können. Die Sozialarbeiter wissen, wie man auf ihn zugehen muss, sprechen seine Sprache. Malik bekommt jetzt eine gezielte Sprachförderung. Seine Freizeit wird durch regelmäßige Termine und Freizeitangebote strukturiert. Er lernt Dinge des Alltags zu regeln.

„Unser Ziel ist es, die Sicherheit in den besonders betroffenen Stadtteilen zu erhöhen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in Köln, auf ihrem Weg durch die Stadt sicher fühlen.“ „klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort“ läuft bereits in Duisburg und Dortmund.

 

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