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Wer führt gewinnt!? - Führungskräfte in der Sozialwirtschaft durchlaufen Balancetraining

Auch in sozialen Einrichtungen wird Karriere gemacht. Doch lohnt sich Führung und was bewegt Beschäftigte in sozialen Einrichtungen dazu, sich überhaupt für eine Führungsposition zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen? Um diese und ähnliche Fragen ging es dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt in Köln in dem zweijährigen Projekt „Führung in Balance“. Auf einer Fachtagung am 14.11.2014 im Theo-Burauen-Haus der AWO-Köln werden unter dem Titel „Wer führt gewinnt!?“ Ergebnisse und Erfahrungen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Über zwei Jahre wurden in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Konkret Consult Ruhr (KCR) aus Gelsenkirchen 40 Führungs- und Nachwuchskräfte begleitet und trainiert. Ziel war die Verbesserung der beruflichen und persönlichen Balance der Beschäftigten. „Führung macht den Unterschied zwischen guten und weniger guten Einrichtungen“ betont Elisabeth Römisch, die als Leiterin der beiden Senioreneinrichtungen der AWO Köln das Projekt als Teil ihrer mittelfristigen Strategie zur Gewinnung und Bindung von Führungskräften versteht.

Doch wie wird man eine gute Führungskraft? Und noch viel wichtiger: Wie bleibt man eine gute Führungskraft? Leitungskräfte in Einrichtungen der Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen und Pflegediensten müssen sich täglich in einem Dickicht von Anforderungen und Erwartungen bewegen. Sie müssen präsent sein, zuhören, verstehen, bewerten, abwägen, sich positionieren und nicht zuletzt entscheiden. Wie schaffen sie diese Balance zwischen den verschiedenen Anforderungen? Wie halten sie dabei ihr eigenes Leben im Gleichgewicht? Das sind die zentralen Fragen, denen Konkret Consult Ruhr gemeinsam mit Leitungs- und Nachwuchskräften der Einrichtungen der AWO-Köln nachgegangen ist. In dem zwei Jahre langen ESF-Weiterbilden-Projekt mit dem Titel „Führung in Balance“ (FiB) wurden vorhandene und potenzielle Leitungskräfte aus der Altenhilfe sowie aus der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der AWO-Köln in Workshops und Trainings mit den Herausforderungen an „gute Führung“ in sozialen Einrichtungen konfrontiert: Welchen Aufwand muss ich betreiben, um eine Leitungsfunktion bekleiden zu können und welcher Ertrag erwartet mich? Was habe ich davon, wenn ich (noch) mehr Verantwortung übernehme?

Mit dieser Fachtagung wird gemeinsam Bilanz gezogen und über die Perspektiven von Führungskräften in sozialen Einrichtungen diskutiert. Projektleiter Roland Weigel von KCR betont: „Führung muss sich lohnen. Dafür haben soziale Einrichtungen in den letzten Jahren viel getan. Die AWO-Köln ist ein gutes Beispiel für vorausschauende Personalentwicklung. Davon können andere Träger und Einrichtungen lernen.“

Leider ist das Image der sozialen Berufe und insbesondere der Führungsaufgaben in den Einrichtungen immer noch eher schlecht. So haben nur rund fünf Prozent der Beschäftigten Interesse an einer Führungsposition. „Dabei sind rund zehn Prozent der Stellen als Führungs- und Managementpositionen ausgewiesen. Das zeigt, dass wir noch einiges an Nachholbedarf haben“, berichtet Jochen Schneider von KCR, der als Trainer im Projekt mit den Führungs- und Nachwuchskräften gearbeitet hat.  Auf der Veranstaltung werden weitere empirische Befunde vorgestellt und das Konzept der Balancetrainings für Führungskräfte in sozialen Einrichtungen präsentiert. Daneben geht es aber auch um die Rahmenbedingungen für „gute Führung“. Welche Haltungen, Einstellungen und Kompetenzen sind gefordert und welche Anreize sind notwendig, um dauerhaft „gute Führung“ in sozialen Einrichtungen zu gewährleisten?

Daten zur Veranstaltung

Termin: 14.11.2014 von 10 – 14 Uhr

Ort: Theo-Burauen-Haus der AWO Köln;  Peter-Bauer-Straße 2, 50823 Köln

Die Teilnahme ist kostenlos.

Rückfragen an: Roland Weigel (Projektleitung), Konkret Consult Ruhr, e-mail: , Tel. 0209/1671256, Handy: 0172/2844861

Weitere Infos unter: http://www.kcr-net.de

Das Projekt findet im Rahmen der „weiterbilden“-Initiative für berufsbegleitende Bildung statt und wird durch den Europäischen Sozialfond und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.