AWO Kreisverband Köln e. V. | Rubensstraße 7-13, 50676 Köln | Telefon: 0221 20 40 7-0 | E-Mail:
Presse & Neuigkeiten / Ambulante & Stationäre Pflege / Seniorenzentrum Theo-Burauen-Haus

< zurück

Helfen kann jeder

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen kommen nach Deutschland. Wie können wir diese Menschen willkommen heißen? Wie gehen die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Hauses mit der aktuellen Flüchtlingssituation um? Schließlich haben viele eigene Erfahrungen mit Krieg und Flucht machen müssen. Was können wir tun?

Diese und viele andere Gedanken sind uns durch den Kopf gegangen und so haben wir uns im Herbst entschlossen eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich mit diesem Thema befassen sollte.

Schnell war uns bewusst, dass wir in unsere Überlegungen die Bewohnerinnen und Bewohner mit einbeziehen müssen und boten einen offenen Gesprächskreis an. 15 Personen kamen und machten deutlich, dass sie sich engagieren möchten. Klar formuliert wurde schon zu Beginn des ersten Gesprächskreises, dass der Wunsch nach Begegnung besteht, aber auch tatkräftige Hilfe angesagt sei. Wir beschlossen, eine syrische Familie einzuladen und darüber hinaus ganz praktische Hilfe leisten zu wollen. Der Kontakt zu einem islamischen Frauenverein wurde hergestellt und wir freuten uns, in der Weihnachtswoche mit Familien und Kindern aus Syrien gemeinsam einen Nachmittag mit Kaffee, Tee, Gespräch, Musik und Spiel erleben zu können.

Für eine Aktion ganz praktischer Art, organisierte eine Bewohnerin Äpfel aus dem Garten ihres Bruders und viele Bewohner kochten Apfelmus in den Hausgemeinschaften - gedacht als Willkommensgruß bei einem Treffen mit Flüchtlingen.

Eine weitere Aktion war "Helfen kann jeder", die eine große Resonanz erfuhr. Wir sammelten Bekleidung für die Drehscheibe am Köln-Bonner Flughafen. Nach einer kurzen aber sehr erfolgreichen Laufzeit der Sammelaktion, wurden dann von drei Bewohnerinnen die Bekleidungsstücke sortiert. Stolz zählten die Drei nach getaner Arbeit 32 Kartons. Nähere Information dazu sind im Artikel der Kölnischen Rundschau vom 11.12.2015 nachzulesen.

An einem Nachmittag kamen Bewohnerinnen und Bewohner zusammen und zeigten sich sehr interessiert bei einem Vortrag über Syrien, den zwei Kollegen der Tagesgestaltung vorbereitet hatten. Anschließend gingen die Teilnehmer in einen regen Austausch.

Das Thema Flucht beschäftigt uns natürlich weiter. In Gesprächen mit einzelnen Bewohner oder  in Kleingruppen. Sich auszutauschen über eigene Erfahrungen und Erlebnisse wird als heilsam empfunden und die aktuellen Entwicklungen sind auch immer wieder ein Thema.

Wir danken Frau Izabel Herrero, einer Ärztin, die uns wichtige Kontakte vermittelt hat.

Ja und sonst? Wir hoffen. dass durch das erste Treffen mit den syrischen Familien vielleicht ein näherer Kontakt entsteht. Wir sind gespannt. Und weitere Aktionen sind vorstellbar.