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Veedel für alle - Türkische Beratung für Senioren

Veedel für alle / Semtimiz Ehrenfeld - Türkische Beratung für Senioren / Yaşlılara Türkçe Danışma Merkezi

Seit September 2009 ist der Beratungs- und Unterstützungsdienst ‚Veedel für alle / Semtimiz Ehrenfeld’ an das Seniorenzentrum Theo-Burauen-Haus der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. angegliedert. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Köln - Amt für Soziales und Senioren.

'Veedel für alle / Semtimiz Ehrenfeld’ richtet sich an Seniorinnen und Senioren aus dem Herkunftsland Türkei. Entstanden ist die Idee zum Aufbau dieses Projektes vor dem Hintergrund der geringen Inanspruchnahme der Beratungsdienste durch Seniorinnen und Senioren türkischer Herkunft. Ziel ist es, ältere türkischsprachige Menschen durch die muttersprachliche Beratung, und mit Hilfe von ehrenamtlichen Multiplikatoren, im Bereich der Altenhilfe zu unterstützen und zu stärken. Die Koordinatorin des Projekts schult und vermittelt zweisprachige ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter. Diese informieren türkische Seniorinnen und Senioren und ihre Angehörigen über das deutsche Altenhilfesystem und die ortsansässigen Hilfsangebote.

Laut Angabe der Stadt Köln wohnten im Jahr 2008 im Projektgebiet Köln Ehrenfeld ca. 10.046 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit, davon 1.564 über 60 Jahre.

Lebenssituation der 1. Migrantengeneration

Für viele türkische Seniorinnen und Senioren in Deutschland war die geplante Rückkehr in die Heimat aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar, so dass diese erste Migrantengeneration ihren Lebensabend in Deutschland verbringt. Gründe für den Verbleib sind unter anderem familiäre, gesundheitliche und soziale Motive. Bei vielen Seniorinnen und Senioren sind Informationen über das Leben im Alter oft unzureichend vorhanden. Der ständige Gedanke und der Wunsch in die Heimat zurück zu kehren führt dazu, dass diese Generation sich mit dem Thema Alter und soziale Sicherung wenig auseinander gesetzt hat. Betont werden muss, dass für die erste Generation im Hinblick auf das Altwerden in der Migration keine Vorbilder existieren. Diese Generation kann somit weder auf die Erfahrungen im Herkunftsland, noch auf die im Aufnahmeland direkt zugreifen.

Sprachliche und kulturelle Barrieren

Sowohl die Veränderungen der Familienstrukturen in einigen Familien als auch der demographische Wandel zeigen, dass das deutsche Altenhilfesystem mittlerweile für türkische Seniorinnen und Senioren eine wichtige Rolle einnimmt. Die Pflege durch Angehörige ist in den meisten Fällen nicht mehr realisierbar. Somit ergeben sich Fragen, die diese neue Lebenssituation der Seniorinnen und Senioren aus dem Herkunftsland Türkei u.a. mit sich bringt:

  • Welche Altenhilfeangebote gibt es für mich? An wen kann ich mich wenden?
  • Wie befreie ich mich von Zuzahlungen?
  • Welche Leistungen gehören zu der gesetzlichen Krankenversicherung?
  • Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?
  • Welche Leistungen umfasst die Sozialhilfe?
  • Welche Wohn- und Pflegemöglichkeiten gibt es im Alter?

Die Fülle der Angebote der Altenhilfe ist vor allem für die erste Generation aufgrund vorhandener Hemmschwellen, u.a. der Sprachbarriere, nicht greifbar. Die Sprachkompetenz hat sich mit dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und dem damit verbundenen Verlust sozialer Kontakte häufig eher verschlechtert als verbessert.

Hinzu kommt, dass negative Erfahrungen im Umgang mit Behörden gemacht wurden, Rentenansprüche geringer ausfallen wegen geringerer Verdienste und kürzerer Beitragszeiten und Schamgefühle bei der Inanspruchnahme staatlicher Leistungen vorhanden sind.

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